Nur durch Tun

Harald Hubl zum 70. Geburtstag

Wenn ein Wahlspruch zu Werk und Schaffen von Harald Hubl passt, dann der des Akademieprofessors Ludwig Scharl "Nur durch Tun". Tatsächlich hat Harald Hubl in den knapp 55 Jahren seines bisherigen Wirkens eine unglaubliche Zahl von Kunstwerken kreiert.

1949 im niedersächsischen Munster geboren, absolvierte er zunächst eine Lithografenlehre und begann 1967 sein Kunststudium an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg. Er blieb Nürnberg und der Akademie bis zu seinem Ruhestand treu und wurde 1972 zunächst Assistent von Clemens Fischer, erhielt von 1976 bis 1978 einen Lehrauftrag für Abendaktzeichnen und leitete schließlich von 1978 bis 2014 die Studienwerkstätte für Radierung.

So liebenswert und gemütlich Harald Hubl im persönlichen Umgang ist, so unermüdlich ist er im Schaffen. Stets führt er ein Skizzenbuch bei sich und zeichnet immer und überall. Aus den Skizzen entstehen dann zuhause im Atelier farbenfrohe Druckgrafiken, Aquarelle oder Gemälde.

Harald Hubl lebt nicht im Elfenbeinturm, immer wieder wendet er sich kunstgewerlichen Auftragsarbeiten zu, entwirft Tassen, Bierkrüge, Kalender etc. Seine Vorlagen findet er v.a. in der Natur, aber auch auf seinen vielen Reisen, z.B. nach Italien und hier v.a. nach Venedig. Es entstehen keine fotografisch genauen Postkartenmotive, sondern er verfremdet sie, abstrahiert, übersetzt sie in seine ganz eigene Formensprache. Der Blick schärft sich auf das Wesentliche, das jedem Motiv immanent ist. Nebensächliches wird zugunsten einer großen Klarheit und Allgemeingültigkeit negiert.

Das Pfalzmuseum Forchheim zeigt in einer großen Schau anlässlich seines 70. Geburtstages einen Ausschnitt seines umfangreichen Oevres.

Veranstaltungsort

Pfalzmuseum Forchheim

Veranstaltungszeitraum

20.09. bis 27.10.2019, Dienstag bis Sonntag, 10.00 bis 17.00 Uhr

Eintritt

5,00 €