Mönche, Märkte, Menschenhändler

Klosterausgrabungen

Die bislang größte Ausgrabung im Forchheimer Stadtgebiet und eine der größten Stadtkerngrabungen in Oberfranken erbrachte überraschende Ergebnisse und Funde, die nun erstmals der Öffentlichkeit präsentiert werden:

Baumaßnahmen auf dem Areal des ehemaligen Klosters St. Anton führten 2013/14 zu umfangreichen archäologischen Ausgrabungen. Untersucht wurde eine Fläche von ca. 3600m². Schon während der Arbeiten wurde klar, dass es sich hier um herausragende Befunde und Funde handelt, insbesondere im Hinblick auf Forchheims Bedeutung im Frühmittelalter. Zudem konnte eine Siedlungskontinuität von der Steinzeit bis hin zur Neuzeit nachgewiesen werden.

Ausstellungskonzeption

Das Ausstellungskonzept sieht eine rückwärtsgewandte Chronologie vor, der Besucher wird Schritt für Schritt von der Gegenwart in die Vergangenheit geführt. Am Anfang der Ausstellung stehen Informationen zu der Ausgrabung und zur Arbeit der Archäologen. Nachfolgend wird die wechselvolle Geschichte des Klosters beleuchtet, die mit dem Franziskanerorden 1683 beginnt und nach einer Unterbrechung durch die Säkularisation mit dem Redemptoristenorden 2013 endet.

Neben der Präsentation der Originalfunde, die auch zwei Sonderbestattungen beinhalten, werden zur Verdeutlichung Inszenierungen wie beispielsweise Figurinen (Sklavenhandel in karolingischer Zeit), die Replik eines Einbaums, Modelle der Bebauung und Grafiken gezeigt.

Ziel der Ausstellung ist es, die Besucher über die wechselvolle Geschichte des Klosterareales zu informieren, die überregionale Bedeutung Forchheims im Frühmittelalter zu zeigen und Geschichte für den Besucher gerade auch durch Modelle, Inszenierungen, Grafiken und Repliken erlebbar, lebendig und verständlich werden zu lassen.

Veranstaltungsort

Pfalzmuseum, Erdgeschoss

Veranstaltungszeitraum

19.07. – 28.10.2018, Di. - So. 10:00 - 17:00 Uhr

Eintritt

5,00 €